RBB Film über das Justus Delbrück Haus

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Unter dem Titel “Halt in Jamlitz – Ein Bahnhof für Strassenkinder” strahlte der RBB am Samstag dem 11. Juni 2015 folgenden Film aus

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Sophia, Chris und Pascal waren lange Zeit wohnungslos. Inzwischen leben und arbeiten sie in Jamlitz, wo sie mit Hilfe des Vereins KARUNA e. V. und gemeinsam mit anderen Straßenkindern den stillgelegten Bahnhof des Ortes umgebaut haben….

 

Liebe Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter…

Liebe Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter,
liebe Betreuerinnen und Betreuer und alle anderen, die mit jungen Menschen zusammenarbeiten, die „auf der Straße“ leben,

wir, die Ständige Vertretung der Straßenkinder in Deutschland, dass sind bis 40 junge Menschen im Alter von 16 – 29 Jahren. Wir laden Sie & Euch recht herzlich ein mit zahlreichen Jugendlichen ihrer Hilfeeinrichtung zur 2. Konferenz der Straßenkinder 2015 nach Berlin zu kommen.

www.strassenkinderkongress.de

Gerade erst hat die jüngst veröffentlichte Studie des Deutschen Jugendinstitutes im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland dokumentiert, dass 21.000 Kinder und Jugendliche ohne Wohnung, Ausbildung und Hilfe in Deutschland leben.

Wir, die betroffene Jugendlichen, stellen fest, dass sich die gesamte Jugendhilfe in Deutschland in einer existentiellen Krise befindet.

Genau aus diesem Grund wollen wir an den Ergebnissen der 1. Konferenz im September 2014 anknüpfen. Wir haben erreicht, dass wir die „vergessenen, entkoppelten Jugendlichen“ und ihre Forderungen gehört werden. Einige haben sich im letzten Jahr persönlich mit der Bundesjugendministerin in Berlin getroffen und arbeiten nun in einer ständigen Arbeitsgruppe mit Mitarbeitern des Ministeriums an den Ideen und Ergebnissen der Konferenz weiter.

In diesem Jahr wollen wir es wagen über 300 Jugendliche zu versammeln, um den Dialog mit der Politik und Gesellschaft fortzusetzen. Politische Partizipation und die Durchsetzung der Rechte der Straßenkinder sollen im Vordergrund stehen. Die Grundrechte der Verfassung sollten ausnahmslos für alle gelten. Darauf wollen wir aufmerksam machen.

Während der 2. Konferenz der Straßenkinder in Deutschland wollen wir mit der Methode des World Café (youtu.be/tPvpjAULEfE) wieder möglichst viele Jugendliche zu Wort kommen lassen. Es soll an verschiedenen „Kaffeetischen“ zu verschiedenen Themen diskutiert werden. Wieder und diesmal nachhaltiger möchten wir die Ergebnisse der Zusammenkunft nutzen, um sie der Politik und Verwaltung bereitzustellen.

Das alles gelingt nur, wenn Ihr es schafft, möglichst viele Jugendliche zu motivieren, an der Konferenz teilzunehmen. Nur als Gemeinschaft können wir etwas erreichen.
Wir hoffen auf Eure Hilfe und möchten möglichst viele eurer Fragen zur 2. Konferenz 2015 im Vorfeld beantworten:

Die Konferenz findet auf dem ruhigen und bewaldeten Gelände des Kinder-, Jugend- und Familienzentrums Berlin (fez-berlin.de/startseite) statt. Der Beginn ist für Freitag, den 25. September um 16 Uhr angesetzt. Nach der Eröffnung u.a. durch die Bundesjugendministerin Manuela Schwesig und anderen folgt die inhaltliche Arbeit der Teilnehmer und später ein kulturelles Programm. Am Samstag wird es ab 7 Uhr Frühstück geben. Plant eure Rückreise zwischen 9 und 10 Uhr!

Wir wünschen uns, dass die Jugendlichen zahlreich erscheinen, deswegen werden wie im letzten Jahr Busse gestellt. Kleine Gruppen können gern mit eigenen Kleinbussen oder dem Zug anreisen. Die Kosten werden übernommen. Für die Organisation der An- und Abreise bitten wir um direkte Kontaktaufnahme mit Jörg Richert, 0177 22 18 432. Recherchiert bitte vorher selbst, was es für Alternativen gibt und nennt Jörg die Kosten.

Fünf Pressesprecher stehen während der Veranstaltung unterstützend zur Verfügung, damit im Umgang mit den Medienvertretern mehr Struktur ersichtlich wird. Sie werden dann gemeinsam mit den anwesenden Journalisten an die Jugendlichen herantreten. Voraussetzung hierfür ist natürlich deren Volljährigkeit und ihr Interesse an einem Interview (§22 KunstUrhG). Mit der Teilnahme an der Veranstaltung stimmen alle Personen einer möglichen Abbildung auf Gruppenfotos zu (§ 23 KunstUrhG). Wer nicht auf den Fotos erscheinen möchte, kann einen roten Button tragen, den er vom Veranstalter erhält. So kann bei der späteren Auswahl der Bilder darauf geachtet werden, dass die Personen nicht auf den veröffentlichten Fotos erscheinen (eine Garantie dafür kann nicht übernommen werden).

Falls Konflikte während der Veranstaltung auftreten, bitten wir Sie als Betreuer/in eigenverantwortlich zu schlichten. Falls eine Situation auftritt, bei der Unterstützung benötigt wird, können sie auf die drei anwesenden professionellen Streitschlichter zurückgreifen. Sie sind gekennzeichnet und stellen sich am Beginn den Jugendlichen kurz vor.

Es werden Schließfächer für jede Delegation angeboten, in denen Wertsachen gesichert werden können. Für den kulinarischen Genuss wird während der Veranstaltung gesorgt. Es müssen keine Brötchen mehr geschmiert werden (:

Während der Veranstaltung sollten keine Drogen, kein Alkohol konsumiert werden. Bitte sprechen Sie mit den Jugendlichen über den Verzicht. Falls es trotzdem zum Konsum kommen sollte, werden wir das Gespräch zu suchen. Rauchen außerhalb des Veranstaltungssaals ist jeder Zeit möglich.

Motiviert eure Jugendlichen bitte, die Konferenz zwischenzeitlich nicht zu verlassen um sich in Berlin umzusehen. Unsere Zeit ist bemessen und jeder ist wichtig, im Prozess dabei zu sein.

Es wird die Möglichkeit geben sich im Veranstaltungsraum auszuruhen oder auch zu schlafen. Dazu kann man sich einen Schlafsack u.a. ausleihen.

Erstmalig werden Botschafter aus der Zivilgesellschaft anwesend sein. Sie haben die Aufgabe ihre Eindrücke in die „Welt“ zu tragen. Sie sind Zuhörer und an einem der Worldcafétische auch Dialogpartner der Jugendlichen. Alle der ca. 15 Arbeitstische werden durch Moderatoren begleitet.

Wir sind stolz auf die bisherigen Erfolge und hoffen auf Eure zahlreiche Teilnahme und Unterstützung in diesem Jahr.

Mit herzlichen Grüßen und vielen Dank im Namen der Jugendlichen der Ständigen Vertretung der Straßenkinder in Deutschland

Für Fragen Anregungen und die Bereitstellung der Busse wenden Sie sich bitte an:
Jörg Richert,
Mitglied der Pressesprecher der Ständigen Vertretung der Straßenkinder in Deutschland
KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not
0177 22 18 432
karunaberlin@t-online.de
Bei Anmeldung zur Konferenz an:
Jennifer Menges
0176 34 488 517 oder 030 40 394628
menges@karuna-ev.de

Pressemitteilung

Heute haben der KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not International e. V. und das Gläserne Labor in Berlin die Ausstellung neuer Lernstationen „Von Wimpertierchen und badenden Eiern“ unter Anwesenheit der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales feierlich eröffnet.
Im Rahmen der Zusammenarbeit des KARUNA e.V. und des Gläsernen Labors in Berlin-Buch haben 40 Schüler aus den Lernfamilien der 7 und 8. Klasse der KARUNA Montessori Gemeinschaftsschule unter reellen Laborbedingungen zu chemischen und biologischen Phänomenen des Tabaks und des Alkohols geforscht. In diesem Zusammenhang sind auch Ideen der Schüler entstanden, wie die Präventionsparcours von KARUNA pr|events noch wirkungsvoller gestaltet werden könnten. Einige der Ideen wurden nun für die interaktiven Präventionsparcours von KARUNA pr|events umgesetzt.
In einer innovativen Lernausstellung werden die Ergebnisse des sechsmonatigen Suchtpräventionsprojekts in den Räumlichkeiten von KARUNA pr|events für viele weitere Berliner Kinder und Jugendliche erlebbar gemacht. Die neuen Lernstationen ermöglichen den ca. 20.000 Schülerinnen und Schülern, die KARUNA pr|events jährlich besuchen, die noch tiefere Auseinandersetzung mit der Wirkungsweise von Tabak und Alkohol.
Ziel der erweiterten Ausstellung ist es, die forschungsnahen Experimentierkurse des Gläsernen Labors mit den Präventionsangeboten von KARUNA pr|events zusammenzubringen, so dass möglichst viele Schüler und Multiplikatoren von den Projektergebnissen dieses einmaligen Kooperationsmodells profitieren können.

Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, Frau Köhler-Azara:
„Durch die Kooperation des Karuna e.V. und dem Gläsernen Labor war es möglich, dass Schülerinnen und Schüler durch Experimentieren eigene Erkenntnisse über die Wirkungen von Alkohol und Tabakrauch auf Lebewesen gewinnen konnten. Als Landesdrogenbeauftragte begrüße ich es sehr, dass sich die jungen Menschen aktiv und mit Spaß an der Sache suchtpräventives Wissen erarbeitet haben. Und ich gratuliere den Initiatoren des Projektes zu ihrer Idee, Suchtprävention erlebbar zu machen.“

Gläsernes Labor, Christian Forbrig:
„Oft führt Der Reiz des Unbekannten dazu, Drogen aus Neugier auszuprobieren. Dem konnten
wir vorgreifen, indem wir Substanzen wie Tabak, Alkohol und Cannabis aus einer analytischen
Perspektive betrachteten und damit die von ihnen ausgehenden Risiken aufdecken konnten. Zum Erfolg des Projektes führte bestimmt auch der Projektcharakter, über einen längeren Zeitraum mit denselben Bezugspersonen intensiv an einem Thema und über verschiedene Zugänge zu arbeiten. Dazu gehörten Experimente im Labor, Exkursionen in professionelle Analytiklabore, Gespräche mit Betroffenen und die Nachbearbeitung im Unterricht.“

KARUNA e. V., Jörg Richert:
„Wir freuen uns über die Ausstellung und die neuen Lernstationen, die aus der Zusammenarbeit des KARUNA e.V. und dem Gläsernen Labor entstanden sind, weil so Präventionsangebote nachhaltig wirken können. Selbständig und wissenschaftlich gewonnene Erkenntnisse werden in die Lebenswelt junger Menschen integriert und befähigen sie zu einer bewussten und fundierten Entscheidung im Umgang mit Drogen. Wir beabsichtigen mit der Ausstellung bei KARUNA pr|events unsere Präventionsangebote mit der pädagogisch wertvollen und forschungsnahen Arbeit im Gläsernen Labor zu verknüpfen und für möglichst viele Kinder und Jugendlichen erlebbar zu machen.“

Eröffnungsfeier: Montag, den 22.Juni 2015 Veranstaltungsort: KARUNA pr|events, 1.Stock des Mauritiuskich-Einkaufscenters, Mauritiuskrichstr.3, 10365 Berlin – Lichtenberg
Zeit: 10:45 – 13:30

Zukunft für Jugendliche und Kinder in Not Int. e. V.