Tipps von Psychologin Philomela


Spielen

SPIELEN MIT KINDERN


Liebe Eltern,

zum Spielen mit Kindern hatte ich schonmal einen ausführlichen Newsletter geschrieben, aber nichtsdestotrotz gibt es hier drei kurze Tipps und Inspirationen zum Spielen mit Kindern.

1. Beobachtung und Mitspielen: Wir Erwachsene haben oft verlernt, mit unseren Kindern zu spielen. Das liegt vor allen Dingen daran, dass wir uns keine Zeit nehmen, unsere Kinder im Spiel zu beobachten. Setzt euch einfach mal ins Zimmer und schaut eurem Kind zu. Macht das transparent und sagt eurem Kind, dass ihr erstmal zuschauen wollt. Dann könnt ihr ja einsteigen und euch von eurem Kind leiten lassen. Fragt, welche Rolle ihr einnehmen sollt oder was euer Kind euch wünscht.

2. Brettspiele: In meinen Augen wird in der heutigen Zeit viel zu wenig gespielt. Aber Spielen ist wichtig für die Frustrationstoleranz, Kooperationsbereitschaft und das soziale Miteinander! Das Angebot der Spiele ist riesig und es lohnt sich, sich einmal ausführlich beraten zu lassen. Schaut, dass ihr bei den Spielen eine gute Mischung anbietet aus Spielen mit einem Gewinner (klassisches Mensch-ärgere-dich-nicht oder UNO) und mit dem Team als Gewinner (Obstgarten, Hanabi oder zur momentanen Situation passend Pandemie). Schreibt mir gerne für konkretere Tipps!

3. Improvisation: Gerade in dieser Zeit ist es schön, wenn Kinder sich eigene Spiele mit eigenen Regeln ausdenken. Lasst sie Spielbretter malen, Würfel basteln und gestalten oder Spielfiguren aus Fimo kneten. Besprecht die Regeln und schreibt sie auf. Lasst euch dann auf das neue Spiel eurer Kinder ein und schaut, wo es euch hinführt.

Ich wünsche euch viel Spaß dabei!


Struktur im Alltag

STRUKTUR IM ALLTAG

das größte Problem einer Hausbeschulung und einer bevorstehenden Ausgangssperre ist, dass wir sehr viel Zeit auf engem Raum verbringen müssen. Viele Eltern sind schon kreativ geworden und haben mit Hilfe von Internetportalen oder Empfehlungen von Freunden einen Tages- und Wochenplan aufgestellt. Ein paar Tipps zu dem Thema möchte ich euch noch geben.

  1. In den Wochenplan gehören folgende Aspekte: Essenszeiten, Lernzeiten, Bewegungszeit, Freizeit und Ruhezeit. Sprecht die Aspekte ab und berücksichtigt dabei auch eure eigenen Bedürfnisse. Die Zeiten können mit Hilfe eines Weckers eingehalten werden. Berücksichtigt hier bitte auch mindestens einen Wochenend-Tag. Wenn es euch hilft, verseht den Tagesplan mit einem Belohnungssystem, so dass eure Kinder motiviert sind, den Plan einzuhalten. Macht euch selbst auch einen Plan! Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl!
  2. Struktur im Alltag: Wichtig ist, dass ihr die Stuktur eures normalen Alltags auch zuhause nachgeht. Ein Wecker morgens und ein normales Anziehen, als würde man aus dem Haus gehen, ist wichtig. Genau dasselbe am Abend. Am Ende des Tages könnt ihr euch erzählen, was an dem Tag besonders schön für euch war. Versucht, wenn ihr zuhause bleiben müsst, selbst Vorbild für eure Kinder zu sein.
  3. 3. Feedback: Am Ende des Tages könnt ihr mit euren Kindern besprechen, wie der Tag war. Was hat jeder von euch geschafft? Was ist jedem einzelnen schwer gefallen? Was hat Spaß gemacht? Versucht auch, bei euch selbst Achtsamkeit und Motivation in den Tag einzubauen. Ihr sitzt gerade alle im selben Boot!

Zukunft für Jugendliche und Kinder in Not Int. e. V.