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NEHMT UNS WAHR! HELFT SINNVOLL! – Ergebnisse des 1. Bundeskongress der Straßenkinder

Respekt, unbürokratische Unterstützung, Bildungszugang, Chancen auf dem Wohn- und Arbeitsmarkt sowie qualifizierteres Personal bei Behörden, Jugendämtern und Polizei, das die speziellen Sorgen und Nöte von jungen Obdachlosen kennt. So die Forderungen von über 120 Jugendlichen auf dem 1. Bundeskongress der Straßenkinder am Wochenende in Berlin.

In 11 Arbeitsgruppen haben junge Menschen aus ganz Deutschland zwei Tage lang über ihre Situation und ihre Zukunft diskutiert. Straßenkinder wollen am gesellschaftlichen Miteinander teilhaben und ihr Leben selbst gestalten. Sie wehren sich gegen Willkür von Behörden, Diskriminierung und Stigmatisierung durch Polizei und Passanten auf der Straße. Ihnen ist klar, dass sie mit ihren Erfahrungen wie häuslicher Gewalt, Missbrauch und Sucht besondere Bedürfnisse bei der Bewältigung ihrer Traumata benötigen, um ihren individuellen Platz im Leben zu finden. Hierfür haben sie zum Teil ungewöhnlich konkrete und konstruktive Vorschläge erarbeitet. Sie reichen von verpflichtenden Weiterbildungsmaßnahmen für Jugendamtsmitarbeiter und Lehrern, der Vereinfachung von Behördenformularen, der Einführung einer unabhängigen Beschwerdestelle bis hin zur Modifizierung des Jugendstrafsystems.

Hier die detailierten Forderungen und Analysen der Arbeitsgruppen des 1. Bundeskongresses der Straßenkinder vom 19. – 21. September iin Berlin-Buch lesen:
https://drive.google.com/file/d/0BwphNhAI_mJnSGE1MHdnVHZUa0U/edit?usp=sharing

Sabrina Tophofen auf dem Straßenkinderkongress

Sabrina Tophofen ist mit 10 Jahren auf die Straße geflohen. Mit einer sehr mutigen Wortmeldung auf dem 1. Bundeskongress der Straßenkinder, der vom 19. bis 21.10.2014 in Berlin stattfand, hat sie den 120 jugendlichen TeilnehmerInnen Mut zugesprochen, sich zu wehren, wenn das Jugendamt nicht hilft.
Leider ist ihr Grund des Weglaufens von den Eltern kein Einzelfall. Die Jugendhilfe in Deutschland muss grundsätzlich reformiert werden!
Neben strukturellen Veränderungen und einer Neuordnung der Zuständigkeiten, gehören geschlossene Einrichtungen für Kinder und Jugendliche bundesweit in offene Einrichtungen umzuwandeln oder zu schließen.
Wir brauchen keine Wiedergutmachungsfonds für Kinder aus Ost- und Westheimen wenn wir das Bestrafen als Pädagogik tarnen und fortsetzen!