Es wird heiß… Hilfe für Obdachlose!

Die Temperaturen steigen, besonders für Menschen mit dem Lebensort Straße kann das lebensbedrohlich werden. Ab 30 Grad Celsius soll ein Mensch täglich mehr als 3 Liter Wasser trinken. Obdachlose sind auf Ihre Hilfe angewiesen. Nehmen Sie auf dem Wegen durch die Stadt bitte eine oder zwei Flaschen Wasser mit und verschenken sie diese. 
Durchstöbern sie ihren Haushalt und bringen sie auch Mützen und Sonnencreme auf die Straße. 
Es fehlen auch frei zugängliche Duschen. Deshalb plant die KARUNA Sozialgenossenschaft Duschcontainer in Berlin aufzustellen. Helfen Sie mit Trinkwasser und einer Spende! Eine Initiative von KARUNA und Fritz Kola. 
Hitzehilfe Karuna SUBuslinie für Obdachlose der Stadt Berlin. 
Spendenkonto: Karuna eG, IBAN: DE73430609671196032202, BIC: GENODEM1GLS

Jubiläum in Jamlitz

BundesjugendministerinFranziska Giffey würdigt 10 Jahre ehrenamtliches Engagement von und für Straßenjugendliche

Im Bahnhof Jamlitz haben sich vor etwa 10 Jahren Mitarbeiter und Freunde von KARUNA auf den Weg gemacht das alte Bahnhofsgebäude wiederzubeleben. Mit viel Unterstützung aus der Region von Unternehmen und Anwohnern sowie aus dem Umfeld vom Jugendhilfeverein KARUNA aus Berlin ist das „Justus-Delbrück-Haus I Akademie für Mitbestimmung Bahnhof Jamlitz“ mittlerweile ein lebendiger Ort in der Region geworden. Der „Bahnhof“ ist vorübergehendes Zuhause für Jugendliche und junge Erwachsene, die am gesellschaftlichen Abseits leben. Zu ihnen gehören die Jugendlichen von MOMO – the voice of disconnected youth der Jugendinitiative für entkoppelte und obdachlose Jugendliche.
An diesem Tag löste Franziska Giffey ihr Versprechen ein, die MOMOs – wie sie sich selbst nennen – im Bahnhof Jamlitz zu besuchen, ihnen zu zu hören und gemeinsam mit Hilfe ihrer Erfahrungen nach Lösungen für die verschiedenen Probleme zu suchen. Auch lud sie die Jugendlichen erneut zur Mitwirkung an der Reform des Kinder- und Jugendhilferechts ein.
An diesem Tag kamen natürlich auch die MOMOs selbst zu Wort. Pinky, Habib, Trietze und Flo waren eigens aus dem gesamten Bundesgebiet (NRW, Hamburg, Berlin) angereist und sprachen über ihre eigenen Erfahrungen mit dem Bahnhof. Der Bahnhof ist unser zu Hause. Wir können uns hier treffen, besprechen und uns organisieren. Unser Ziel ist die Veränderung der Jugendhilfe zum Besseren und wir werden ungeduldig: „Wir wollen nicht mehr warten, nicht mehr ruhig bleiben, fragen und betteln, denn die Probleme sind real. Wir wollen sichtbare, nein fühlbare Veränderung, denn wir sind viele und wir sind eure Zukunft. Unsere Angst, unser Schmerz und unsere Probleme sind real“ so Trietze aus Hamburg. „Wir alle müssen verstehen, dass jeder Mensch, ob groß oder klein, sauber oder dreckig, mit oder ohne Zuhause wertvoll ist.“

Trauer um KARUNA- Schirmherrin Hannelore Elsner

Liebe Hannelore, Du bleibst ein Teil unseres Herzens, wir werden dich nicht vergessen. Dein Einsatz als Schirmherrin von KARUNA, mit soviel Herzblut geht in die Geschichte ein. Deine Wut über soviel Ungerechtigkeit gegenüber Kindern und Jugendlichen in Deutschland lies so manchen erzittern. Du hast dein Talent und deine Bekanntheit eingesetzt wo immer Du konntest. Wir haben dich lieb, bis in alle Endlichkeit.

Hannelore Elsner las 2010 Texte von Straßenkindern

Meet and Greet mit BossHoss

Berliner Straßenkids und ihre Betreuer bei „The BossHoss“: 40 Tickets bezahlt das Berliner „Institut für Sozialmedizinische Begutachtung und Förderung“ und ermöglicht ein Meet & Greet
Die Max-Schmeling-Halle tobte am Samstagabend (6.4.2019), als The BossHoss die Bühne betraten. Schon vorher kamen 40 Berliner Straßenkinder und ihre Betreuer vom KARUNA e. V. in den Genuss eines persönlichen Treffens. Ermöglicht hatte dies das „Institut für Sozialmedizinische Begutachtung und Förderung (ISBF)“ durch eine Spende über insgesamt 3.000 Euro.
„Im Rahmen unserer Arbeit im Institut werden wir täglich immer wieder mit schwierigen sozialen Fällen konfrontiert und wissen dadurch, wie wichtig es ist, besonders für Kinder und Jugendliche mit sozialen Problemen, frühzeitig und mit aller Kraft zu helfen. Wir spenden jährlich für gemeinnützige Zwecke. Mit unserer Spende für KARUNA wollen wir einen kleinen Teil dazu beitragen, sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Für die Kinder und Jugendlichen sollen sic neue Perspektiven für ihre Zukunft auftun, sie sollen Spaß am Leben haben und Begeisterung erleben“, sagt Sabine Schulze, die Geschäftsführerin des ISBF.
Bei KARUNA war die Freude groß. Nicht häufig haben die durch den Verein begleiteten Jugendlichen unbeschwerte Abende, und auch die Betreuer selbst freuten sich über ein tolles Konzerterlebnis mit ihren Schützlingen bei The BossHoss.
KARUNA bedeutet Empathie und Mitgefühl. Von diesem Gedanken getragen hat es sich KARUNA e. V. vor 30 Jahren zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen in Not zu helfen. Schätzungsweise zwischen 40 000 und 100 000 junge Menschen in Deutschland leben im gesellschaftlichen Abseits, sind suchtmittelabhängig, therapiebedürftig oder obdachlos. Ihnen ihre Würde zurückzugeben, Hilfe auf Augenhöhe anzubieten und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen für ihre individuellen Krisensituationen zu suchen, dafür steht KARUNA. Viele Jugendliche bei KARUNA kommen aus schwierigen Elternhäusern und haben oftmals dramatische Erlebnisse hinter sich. Den Jugendlichen zugewandt, wertschätzend und fachlich professionell unterstützt KARUNA sie dabei, ihren Lebensweg erfolgreich zu gehen. Weitere Informationen unter www.karuna-berlin.de.

Foto: Michèl Passin

Zukunft für Jugendliche und Kinder in Not Int. e. V.