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People Berlin Shop – für 14 Tage

Das KARUNA-Modeprojekt PEOPLE Berlin hat für 14 Tage einen eigenen Shop dort, wo es in Europa die meisten Galerien gibt, nämlich im Herzen Berlins, in der Auguststr 35, im Scheunenviertel. Kommt und staunt! Ein Modelabel, dass Jugendlichen Ausdruck verleiht. ,,Wolken sind perfekt weil sie sich verändern, sich wandeln. So wie wir. Der Prozess ist perfekt!… (Link)3

People ist eine Enklave, gibt Raum, wie Möglichkeit für kreativen Austausch. Hier arbeiten Designer und Kreative im Team an gemeinsamen Editionen, an Mode und Objekten, sie geben den Ideen der Jugendlichen eine Stimme. Eine Projekt des KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche International e. V.

BÜRGERDIALOG IN JAMLITZ

(von der Webseite „Gut leben in Deutschland“ der Bundesregierung)

Am vergangenen Samstag diskutierten junge Menschen, die aus schwierigen Familienverhältnissen stammen oder zeitweise auf der Straße lebten, über gutes Leben und Lebensqualität.
Im alten Bahnhofsgebäude im brandenburgischen Jamlitz fand am Samstag der 115. Bürgerdialog statt. Sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ständigen Vertretung der Straßenkinder trafen sich im „Justus Delbrück Haus | Akademie für Mitbestimmung“ und diskutierten über gutes Leben und Lebensqualität. Die 16- bis 30-jährigen kommen aus schwierigen Familienverhältnissen und lebten zeitweise auf der Straße. Dieser Hintergrund hat ihre Persönlichkeit und die Sichtweise auf Lebensqualität stark geprägt. Aus diesem Grund engagieren sie sich für die Belange von Straßenkindern.

„Ich arbeite schon seit 25 Jahren mit jungen Menschen aus problematischen Verhältnissen und bin jedes Mal völlig bewegt und begeistert von ihrer Empathie und Leidenschaft“, sagte Gabriela Schützler, Geschäftsführerin von KARUNA e.V. und Veranstalterin des Bürgerdialogs. Am Samstag debattierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer insbesondere über Mindestlohn, bezahlbaren Wohnraum, das Bildungssystem und über soziale Aspekte wie Geborgenheit, Vertrauen, Nächstenliebe und Zusammenhalt. In einer zweiten Gesprächsrunde fokussierten sie Aspekte zu Gesetzen und Recht sowie Finanzen. „Wir leben in einem reichen Land und trotzdem gibt es bei uns Armut. Das kann so nicht sein“, sagte eine der Teilnehmerinnen. Eine andere meinte: „Ich habe ein Recht auf Liebe und Freiheit, wie jeder andere auch. Denn mein Name ist Mensch.“

Fördern und fordern

Das alte Bahnhofshaus in Jamlitz steht auf einem 20.000 Quadratmeter großen Gelände, bietet 33 Schlafplätze, einige Seminarräume und eine große Gemeinschaftsküche. Die gemeinnützige Organisation KARUNA e.V. kaufte das Haus 2007, seither finden hier verschiedene Bildungsseminare statt. „Pro Monat treffen sich mehrere Gruppen bei uns, die sich zu unterschiedlichen Themen weiterbilden“, sagte Geschäftsleiterin Gabriela Schützler. Das sind zum Beispiel Demokratiebildungs-Seminare oder Angebote für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund. Gefördert wird das Justus Delbrück Haus von der Walter Blüchert Stiftung, Children for a better World, Aktion Mensch sowie der Drosos- und HIT-Stiftung.

Hilfe für Kinder und Jugendliche

Organisiert wurde der Bürgerdialog von der Ständigen Vertretung der Straßenkinder und KARUNA e.V. Seit 1990 unterstützt die gemeinnützige Organisation in Berlin vor allem suchtgefährdete und -kranke Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern. Zu KARUNA gehören beispielsweise das Café Pavillon, in dem straffällig gewordene Jugendliche Sozialstunden ableisten können, und DRUGSTOP, wo unter anderem Drogenberatung, Mode- und Gärtnerkurse und Freizeitgestaltung angeboten werden. Die Ständige Vertretung der Straßenkinder ist ein Bündnis von jungen Menschen, die sich für Kinder und Jugendliche einsetzen, die am Rande der Gesellschaft leben. Mit Unterstützung von KARUNA bereiten sie derzeit den 2. Bundeskongress der Straßenkinder vor, der im September stattfindet.

RBB Film über das Justus Delbrück Haus

RBB-shot

Unter dem Titel „Halt in Jamlitz – Ein Bahnhof für Strassenkinder“ strahlte der RBB am Samstag dem 11. Juni 2015 folgenden Film aus

Film ansehen

Sophia, Chris und Pascal waren lange Zeit wohnungslos. Inzwischen leben und arbeiten sie in Jamlitz, wo sie mit Hilfe des Vereins KARUNA e. V. und gemeinsam mit anderen Straßenkindern den stillgelegten Bahnhof des Ortes umgebaut haben….

 

Liebe Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter…

Liebe Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter,
liebe Betreuerinnen und Betreuer und alle anderen, die mit jungen Menschen zusammenarbeiten, die „auf der Straße“ leben,

wir, die Ständige Vertretung der Straßenkinder in Deutschland, dass sind bis 40 junge Menschen im Alter von 16 – 29 Jahren. Wir laden Sie & Euch recht herzlich ein mit zahlreichen Jugendlichen ihrer Hilfeeinrichtung zur 2. Konferenz der Straßenkinder 2015 nach Berlin zu kommen.

www.strassenkinderkongress.de

Gerade erst hat die jüngst veröffentlichte Studie des Deutschen Jugendinstitutes im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland dokumentiert, dass 21.000 Kinder und Jugendliche ohne Wohnung, Ausbildung und Hilfe in Deutschland leben.

Wir, die betroffene Jugendlichen, stellen fest, dass sich die gesamte Jugendhilfe in Deutschland in einer existentiellen Krise befindet.

Genau aus diesem Grund wollen wir an den Ergebnissen der 1. Konferenz im September 2014 anknüpfen. Wir haben erreicht, dass wir die „vergessenen, entkoppelten Jugendlichen“ und ihre Forderungen gehört werden. Einige haben sich im letzten Jahr persönlich mit der Bundesjugendministerin in Berlin getroffen und arbeiten nun in einer ständigen Arbeitsgruppe mit Mitarbeitern des Ministeriums an den Ideen und Ergebnissen der Konferenz weiter.

In diesem Jahr wollen wir es wagen über 300 Jugendliche zu versammeln, um den Dialog mit der Politik und Gesellschaft fortzusetzen. Politische Partizipation und die Durchsetzung der Rechte der Straßenkinder sollen im Vordergrund stehen. Die Grundrechte der Verfassung sollten ausnahmslos für alle gelten. Darauf wollen wir aufmerksam machen.

Während der 2. Konferenz der Straßenkinder in Deutschland wollen wir mit der Methode des World Café (youtu.be/tPvpjAULEfE) wieder möglichst viele Jugendliche zu Wort kommen lassen. Es soll an verschiedenen „Kaffeetischen“ zu verschiedenen Themen diskutiert werden. Wieder und diesmal nachhaltiger möchten wir die Ergebnisse der Zusammenkunft nutzen, um sie der Politik und Verwaltung bereitzustellen.

Das alles gelingt nur, wenn Ihr es schafft, möglichst viele Jugendliche zu motivieren, an der Konferenz teilzunehmen. Nur als Gemeinschaft können wir etwas erreichen.
Wir hoffen auf Eure Hilfe und möchten möglichst viele eurer Fragen zur 2. Konferenz 2015 im Vorfeld beantworten:

Die Konferenz findet auf dem ruhigen und bewaldeten Gelände des Kinder-, Jugend- und Familienzentrums Berlin (fez-berlin.de/startseite) statt. Der Beginn ist für Freitag, den 25. September um 16 Uhr angesetzt. Nach der Eröffnung u.a. durch die Bundesjugendministerin Manuela Schwesig und anderen folgt die inhaltliche Arbeit der Teilnehmer und später ein kulturelles Programm. Am Samstag wird es ab 7 Uhr Frühstück geben. Plant eure Rückreise zwischen 9 und 10 Uhr!

Wir wünschen uns, dass die Jugendlichen zahlreich erscheinen, deswegen werden wie im letzten Jahr Busse gestellt. Kleine Gruppen können gern mit eigenen Kleinbussen oder dem Zug anreisen. Die Kosten werden übernommen. Für die Organisation der An- und Abreise bitten wir um direkte Kontaktaufnahme mit Jörg Richert, 0177 22 18 432. Recherchiert bitte vorher selbst, was es für Alternativen gibt und nennt Jörg die Kosten.

Fünf Pressesprecher stehen während der Veranstaltung unterstützend zur Verfügung, damit im Umgang mit den Medienvertretern mehr Struktur ersichtlich wird. Sie werden dann gemeinsam mit den anwesenden Journalisten an die Jugendlichen herantreten. Voraussetzung hierfür ist natürlich deren Volljährigkeit und ihr Interesse an einem Interview (§22 KunstUrhG). Mit der Teilnahme an der Veranstaltung stimmen alle Personen einer möglichen Abbildung auf Gruppenfotos zu (§ 23 KunstUrhG). Wer nicht auf den Fotos erscheinen möchte, kann einen roten Button tragen, den er vom Veranstalter erhält. So kann bei der späteren Auswahl der Bilder darauf geachtet werden, dass die Personen nicht auf den veröffentlichten Fotos erscheinen (eine Garantie dafür kann nicht übernommen werden).

Falls Konflikte während der Veranstaltung auftreten, bitten wir Sie als Betreuer/in eigenverantwortlich zu schlichten. Falls eine Situation auftritt, bei der Unterstützung benötigt wird, können sie auf die drei anwesenden professionellen Streitschlichter zurückgreifen. Sie sind gekennzeichnet und stellen sich am Beginn den Jugendlichen kurz vor.

Es werden Schließfächer für jede Delegation angeboten, in denen Wertsachen gesichert werden können. Für den kulinarischen Genuss wird während der Veranstaltung gesorgt. Es müssen keine Brötchen mehr geschmiert werden (:

Während der Veranstaltung sollten keine Drogen, kein Alkohol konsumiert werden. Bitte sprechen Sie mit den Jugendlichen über den Verzicht. Falls es trotzdem zum Konsum kommen sollte, werden wir das Gespräch zu suchen. Rauchen außerhalb des Veranstaltungssaals ist jeder Zeit möglich.

Motiviert eure Jugendlichen bitte, die Konferenz zwischenzeitlich nicht zu verlassen um sich in Berlin umzusehen. Unsere Zeit ist bemessen und jeder ist wichtig, im Prozess dabei zu sein.

Es wird die Möglichkeit geben sich im Veranstaltungsraum auszuruhen oder auch zu schlafen. Dazu kann man sich einen Schlafsack u.a. ausleihen.

Erstmalig werden Botschafter aus der Zivilgesellschaft anwesend sein. Sie haben die Aufgabe ihre Eindrücke in die „Welt“ zu tragen. Sie sind Zuhörer und an einem der Worldcafétische auch Dialogpartner der Jugendlichen. Alle der ca. 15 Arbeitstische werden durch Moderatoren begleitet.

Wir sind stolz auf die bisherigen Erfolge und hoffen auf Eure zahlreiche Teilnahme und Unterstützung in diesem Jahr.

Mit herzlichen Grüßen und vielen Dank im Namen der Jugendlichen der Ständigen Vertretung der Straßenkinder in Deutschland

Für Fragen Anregungen und die Bereitstellung der Busse wenden Sie sich bitte an:
Jörg Richert,
Mitglied der Pressesprecher der Ständigen Vertretung der Straßenkinder in Deutschland
KARUNA Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not
0177 22 18 432
karunaberlin@t-online.de
Bei Anmeldung zur Konferenz an:
Jennifer Menges
0176 34 488 517 oder 030 40 394628
menges@karuna-ev.de